Die Reisen des Mari O’Polo

Heute heißt es „Abschied nehmen“ von einem doch ziemlich großen Teil der Mario-Vergangenheit. Wie einige von euch ja bereits wissen, war der Mario im „ersten Teil der Show“ ein leidenschaftlicher Autoschrauber…
Heute, nach fast 30 Jahren endet diese „Karriere“… Dem Auto in das alle damalige Zeit, Geld und „Liebe“ floß, hab ich heute mit einem lachenden und einem weinenden Auge hinterhergeschaut, als es von den zukünftigen „Weiterschraubern“ auf einem Anhänger abgeholt wurde.
Ich hatte ne echt tolle und intensive Zeit, hab viele verrückte Erfahrungen gemacht, viel geflucht, viel Nerven gelassen, viel getüftelt, gelacht, viel gelernt, sowohl mit den technischen Details beim Umbau als auch mit den vielen Menschen, Firmen, unterschiedlichen Clubs und Veranstaltungen, die ich in Verbindung mit dem Polo erlebt hab…
Und heute habe ich, nachdem der Wagen um die letzte Ecke bog, gefühlte 30 Jahre Traurigkeit fühlen dürfen…
Denn die Story, die (mal abgesehen von der Bestimmung) ganz menschlich gesehen, dazu führte, dass sich um diesen Wagen das halbe Leben drehte, war neben einer gedanklichen exorbitanten Kreativität (nicht nur was Autos anbelangt) von einem tiefen Minderwertigkeitskomplex geprägt, der währenddessen überhaupt nicht bewusst war, sondern erst in den Zeiten der spirituellen Krise und Suche ins Bewusstsein geriet.
So war es dann auch eigentlich um die „Autokarriere“ geschehen, als die Zusammenhänge u.a.während der HeilpraktikerAusbildung und der Beschäftigung mit den diversen psychischen Störungen offensichtlich wurden und durch das „Erwachen“/die Selbsterkenntnis auch noch der Rest an Bedeutung genommen wurde. Der Wagen war nahezu fertig und trotz der wahrlich tausenden von Stunden und Euros, war das Interesse einfach weg. Dann dauerte es nochmal 10 Jahre, in denen der Wagen abgemeldet, unbewegt in meiner Kreativ-Werkstatt vorsichhinstand und nicht wirklich klar war, wie es weitergehen soll… Aber irgendwann ist alles klar – glasklar- wie bei allen anderen Themen im Leben auch – es kommt der Moment der Entscheidung und in dem Moment, ist die Entscheidung bereits gefallen. Man bekommt leider niemals das als Kaufpreis, was man reingesteckt hat, aber zumindestens wird der „MariO’Polo“, so wie er mal von den Redakteuren eines Automagazins benannt und danach in der Szene bekannt wurde, nun auf die Reise durch Zeit und Raum gehen und mit seinem neuen Besitzer endlich die unendlichen Weiten der Auto-& Tuning-Treffen er“fahren“ und sicherlich die unterschiedlichsten Meinungen und Gefühle hochholen.
Zum Abschluss mag ich mich noch bei allen bedanken, die die Entstehungsreise begleitet haben und mir und uns eine tolle, ereignisreiche Zeit mit allen Höhen und Tiefen, Begeisterungen und Enttäuschungen beschert haben und sich jetzt angesprochen fühlen. Und Einen möchte ich besonders erwähnen… Stephan „Nemo“ Weißenfeld und seine Firma Streetgrafix.de … der nicht nur ein Freund ist, der am spirituellen Wandel des Mario interessiert war und ist, sondern durch seine Begabung und sein Talent das Woody Konzept überhaupt erst möglich gemacht hat. Danke Danke Danke ! Über 4 Wochen haben mehrere Personen alle Teile und die Karosserie nach meinen damaligen Ideen und Vorstellungen vorbereitet, geschliffen, grundiert und lackiert und alles, was mir so gedanklich perfektionistisch vorschwebte (und das war nicht wenig) so top umgesetzt, dass ich auch heute nochmal eine gefühlte Ewigkeit vor dem Auto gesessen und mit echt tiefer Dankbarkeit und Begeisterung mir die ganzen kleinen Details der Lackierung nochmal angeschaut und wieder neues entdeckt hab. Ein echt begnadeter Künstler! Ich freue mich für ihn, dass seine Arbeit endlich von der Welt gesehen wird und die Wertschätzung erhält, die sie verdient.
Dem neuen Käpt’n auf der Reise, Christian Mancke, wünsche ich „Allzeit gute und unfallfreie Fahrt!“ und, dass er jede Sekunde mit dem MariO’Polo voll auskostet und ganz viel Freude hat. Es fühlt sich gut an, zu wissen, dass „mein Projekt“ „in die richtigen Hände“ gekommen ist!

Aus der absoluten Sicht ist alles gleich-gültig und niemals passiert irgendwas…
Aus der Sicht des Mario, gibt’s nun nix weiter „zu tun“ , als das „Geschenk“ richtig auszupacken und einfach alle Gefühle, die da hochkommen, sein zu lassen, so wie sie eben sind.

Mach’s gut, Autochen… 😊😥
Die Reise geht weiter🙏

Euer Mario

hirt_m
Mario Hirt

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