Geschichten, die das Leben schreibt

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Geschichten, die das Leben schreibt

Jeder Blogartikel, den ich schreibe, ist ein Ausdruck dessen, was uns auf unserer Fahrt mit dem Wohnmobil passiert. Es sind im wahrsten Sinne des Wortes „Geschichten, die das Leben schreibt“. Auch wenn ich von aufwühlenden, erschreckenden, liebenden, ängstlichen Gefühlen schreibe, die die „Tina-Rolle“ durchgeschüttelt haben, so sind es dennoch einfach nur Geschichten, die geschehen, ein Film, der auf der weißen Leinwand abläuft und zu diesem Film gehört auch die Rolle der Tina. Jedoch ist nichts, was auf dieser Leinwand geschieht, real. Am Ende der Geschichte gibt es nur noch die weiße Leinwand, jedoch keine einzige Rolle mehr. Wie ihr auf unserer Homepage lesen könnt, gab es einen „Moment“ in „meinem Leben“, in dem sich die Identifikation mit der „Tina-Rolle“ auflöste und mit ihr jede persönliche Täterschaft.

“Geschichten, die das Leben schreibt“- jeder kennt dieses Sprichwort und dem ist nichts hinzuzufügen. Es sagt ganz klar aus, dass es niemanden gibt, der „seine“ Geschichte selbst schreibt, der irgendetwas kontrollieren könnte oder Schuld an irgendwelchen Ereignissen hat. Wenn ich euch also erzähle, was geschehen ist, inklusive aller bewegenden und erschreckenden Momente, so tu ich das so, als würde ich euch eine Geschichte erzählen, die nichts mit mir zu tun hat und die dennoch alle Gefühle von großer Traurigkeit, Angst, Liebe, Vertrauen, Wut usw. beinhält. Völlig widerstandslos erfahre ich diese Gefühle, ohne mich damit zu identifizieren und darin zu „verlieren“ (wie man so schön sagt).

Ich liebe das Leben mit all seinen tausend unterschiedlichen Facetten, ich liebe die Intensität jedes einzelnen Gefühls und seit der vollständigen Auflösung der Identifikation mit dieser Rolle findet keine Ablehnung irgendeines Gefühls mehr statt.

Alles ist eine Geschichte, die sich real anfühlt, die aber unweigerlich irgendwann ihr Ende finden wird, und wie es in jeder guten Geschichte der Fall ist, bleibt die Art des Endes ungewiss, so lange, bis es einfach da ist. Wenn wir ein Buch lesen oder einen Film gucken, wollen wir niemals vorher schon wissen, wie diese ausgehen, denn sonst geht jede Spannung verloren. Nur beim „eigenen Leben“ möchte am liebsten fast jeder wissen, wie es enden wird. Nur warum? Um das Ende verhindern zu können? Um die Kontrolle behalten zu können? Um sich vorbereiten zu können? Das ist absolut unmöglich. Wie bei einem Kinofilm bist du einfach nur „Zuschauer“ und kannst nicht in die Handlung eingreifen. Du bist der „Zuschauer“, der „Beobachter“, bzw. DAS “Wahrnehmende“, NICHTS und gleichzeitig ALLES, ohne jede Kontrolle, ohne jedes Wissen über die Zukunft… Das Einzige, was dir eigentlich zu jeder Stunde bewusst sein könnte ist, dass JEDER gute Kinofilm mal ein Ende hat. Jede „Geschichte, die das Leben schreibt“ (nicht du schreibst sie), endet… Es gibt nur EINES, das niemals endet und niemals beginnt… und das ist das, was „du“ wirklich „bist“.

Es ist das, was Geschichte und Leinwand gleichzeitig ist…. es ist Erfahrung und Beobachtung gleichzeitig, wobei es im Grunde nichts davon ist… Wenn das „erkannt“ wurde, gibt es nichts mehr, was mit „dir“ geschieht, obwohl die Rolle mitten im größten Geschehen steckt und durchgewirbelt wirbt. DU bist absolut unberührt.

Und genau so erzähle ich euch unsere Geschichten. Absolut unberührt und doch komplett mitten drin. Ich möchte euch gerne berühren mit dem, was ich schreibe, genauso, wie es „mich“ in dieser Situation berührt hat. Denn alles ist erlaubt. Es gibt nicht eine einzige Rolle auf diesem Planeten, die nicht immer wieder mal von unterschiedlichen Lebenssituationen berührt wird. Jedoch das, was diese Rolle wirklich ist, ruht in der absoluten Unpersönlichkeit und Unberührtheit. Also erlaubt euch doch einfach, jedes Gefühl komplett auszufühlen, es komplett auszukosten ohne irgendwelche Widerstände (sofern es in eurer Geschichte „geschrieben steht“). Und wenn Widerstand da sein sollte, dann lasst ihn da sein. Eure Geschichte steht geschrieben und eure Tage sind gezählt…jedoch nur die der Rolle, die ihr hier erfahrt.

Und in meinem nächsten Blog werde ich euch eine der berührendsten, ergreifendsten und aufwühlendsten Geschichten unserer Reise erzählen, die zumindest bei uns, mit Lichtgeschwindigkeit mitten ins Herz getroffen hat.

MALA- Die Rettung oder- whatever will be will be

 

 

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Tina König

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